Auf Schatzsuche nach neuen Juwelen in der Gastronomie

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Wir gehen einen Schritt zurück zu unseren Wurzeln und besinnen uns auf unser kulinarisches Erbe. Wird Gemüse das Coolste sein, was auf den Teller kommt, und gehen wir dazu über, mehr Zeit mit dem Kochen zu verbringen, um uns gesünder zu ernähren? Wir haben einen Blick auf einige der interessantesten Gastro Trends geworfen.

Artisian

Bei diesem Trend und Geschäftsmodell geht es um Respekt und Liebe für das Handwerk, das hinter den von uns produzierten Lebensmitteln steht. Indem wir alte Techniken und vergessene Gemüsesorten verwenden, kehren wir zu unseren Wurzeln zurück und lassen unser kulinarisches Erbe wieder aufleben. Der Trend reicht von Bohnen, Tomaten und eingelegten Lebensmitteln über Säfte und Milchsäure bis hin zu Speiseeis mit nur vier Zutaten. Ganz zu schweigen von Kaffee, dem Trendgetränk schlechthin. Zu diesem Trend gehört auch Fleisch, das von Spezialisten verkauft wird, die ihr detailliertes Wissen über Schlachtung, Lagerung und Reifung auf ein außergewöhnliches Niveau gebracht haben.

In der Molkereiabteilung

Bio-Milchprodukte sind gerade sehr beliebt – vor allem lokal produzierte Alternativen. Heute sieht man sogar Neuheiten darüber in den Social Media. Milch ist gesund, schmeckt gut, ist glutenfrei und passt zu vielen Rezepten. Auch Käse ist ein großer Trend, sowohl in Restaurants mit dem Thema Schmelzkäse als auch in gut sortierten Käsetheken, die dem Verbraucher eine große Auswahl bieten. Möchte man heute eine Firma gründen, dann sind Milchprodukte ein guter Tipp!

4takeaway

Lieferservices sind seit Corona nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Nur schlagen viele Anbieter fetten Profit aus uns Gastronomen und verlangen richtig Geld für den Service. Speziell bei einer Existenzgründung geht das dann in puncto Extrakosten mal schnell nach hinten los. Ganz anders bei 4takeaway, denn hier gibt es keine Grundgebühr und keine Provision im Standardtarif. Im Premiumpaket für 99€ im Monat bekommt man dann sogar eine eigene App, einen Eintrag bei Google My Business und noch 1000 gedruckte Flyer. Man kann sogar noch Roller zum monatlichen Fixpreis zu den Paketen bekommen. Mit diesem tollen Anbieter decken die Restaurants eigentlich alles ab und werden komplett unabhängig. Das ist ein wichtiger Faktor, schon immer gewesen, aber gerade zur Zeit von Corona noch viel wichtiger.

Neo-Veggie

Es ist wieder richtig trendy geworden, Gemüse zu essen. Selbst Lebensmittel, die früher als Arme-Leute-Essen galten, werden mit großem Appetit gegessen. Das Thema kam auch wieder beim Gründerkongress zur Sprache und scheint eine strahlende Zukunft zu haben. Das zeigt sich daran, dass Gemüse wie Grünkohl und Blumenkohl auf neue Art genutzt werden und sogar auf den Speisekarten von noblen Restaurants landen. Säfte sind groß im Kommen, und Gemüse, aber auch grüne Säfte und Smoothies sind so beliebt, dass es dafür eigene Bars gibt. Das sollte man sich vielleicht auch im Hinterkopf behalten, falls man ein Catering gründen und eröffnen möchte.

Gesunde Ernährung beginnt hier

Nahrungsergänzungsmittel, Fachärzte und andere schnelle Wege zu einer besseren Gesundheit werden zugunsten einer einfacheren, gesünderen Ernährung übersprungen. Die Tatsache, dass die Zubereitung länger dauert, ist nicht wichtig. Die Hauptsache ist, dass wir Dinge essen, mit denen wir uns besser fühlen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Das Interesse an natürlichen Zutaten, bewussten Entscheidungen und gesunden Essgewohnheiten führt zu einer ganzen Reihe neuer Produkte, von neuartigen Geschäften und digitalen Apps bis hin zu einer ganzen Reihe neuer Produkte. Speziell die Gastronomie Österreich hat das zu spüren bekommen und musste sich flott darauf einstellen. Die traditionelle Küche wird ein Comeback erleben und möchte man heute ein Geschäft in der Gastronomie eröffnen, dann wird man umdenken müssen. Der Trend wird nicht mehr nach Originalrezepten suchen, sondern nach solchen, die sich bewährt haben. Eigene Gerichte, die stark in den alten Lieblingen verwurzelt sind.

Gastronomie als Wegbereiter für die Belebung der Innenstädte

Ausgehmöglichkeiten sind ein zentraler Faktor für die Entwicklung unserer Innenstädte. Es braucht Neuheiten und interessante Angebote! Um die Innenstädte zukunftsfähig zu machen, müssen wir Gastronomen in der Stadtentwicklung stärker berücksichtigt werden. Die Standortverteilung und der Fachkräftemangel sind im Moment die größte Herausforderung für die Gastronomie. Derzeit schätzen rund 60% der Gastronomen die Situation als durchschnittlich bis sehr schlecht ein. Trotzdem blickt die Branche motiviert in die Zukunft und wartet mit immer neuen Ideen auf.

Ein weiteres Problem ist in den Augen vieler Gastronomen die Vergabe von Standorten. Viele kritisieren, dass die Mieten für attraktive Standorte zu hoch sind. Auch das intransparente Vergabeverfahren „unter dem Tisch“ ist für die Gastronomen ein Problem. Die aktive Förderung einer gezielten Mischnutzung und Umnutzung von Flächen durch die Politik seitens der Mieter kann hier Abhilfe schaffen, um auch kleinen Gastronomiebetrieben gute Standorte zu bieten. Gerade die kleinen Restaurants und Cafés sind es, die eine Innenstadt beleben. Eine Plattform für die Vergabe von Gastronomieflächen könnte für Transparenz auf dem lokalen Immobilienmarkt sorgen.

Sauberkeit und Ambiente, Anzahl der potenziellen Kunden im Einzugsgebiet, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die gute Erreichbarkeit für Lieferanten – solche Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle bei der Standortwahl. Deshalb ist die Politik gefordert, Mobilitätskonzepte für Besucher zu schaffen und das städtische Ambiente zu fördern. Dafür brauchen wir saubere Fußgängerzonen, intakte Gebäude und Fassaden, ausreichend Grünflächen und mehr Lebendigkeit in den Innenstädten.

 

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